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Eurovision Song Contest 2024: Weiterer Rückschlag für Deutschland

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Das dürfte man im deutschen Team für den Eurovision Song Contest und insbesondere bei Vertreter Isaak nicht gerne wahrnehmen: Es gibt einen neuerlichen Rückschlag.

Hamburg – Der Optimismus war groß im deutschen Lager: Mit Isaak hat zwar am 16. Februar ein ziemlicher Nobody den Vorentscheid zum Eurovision Song Contest gewonnen. Doch der 29-Jährige tat dies erstens mit einem beeindruckenden Vorsprung. Und zweitens mit einer Nonchalance, die beim durchgestylten ESC-Kontext fast schon ungewöhnlich wirkte. Sodass mancher sich nach dem Vorentscheid gedacht haben dürfte: Das kann doch mal wieder was werden mit Deutschland und dem Eurovision Song Contest.

ESC 2024: Deutschland sackt bei Wettquoten-Ranking immer weiter ab

Das böse Erwachen aber ist zwei Monate später leider Wirklichkeit geworden: Musik-Europa redet von ganz anderen Acts im Favoritenkreis beim ESC-Finale am 11. Mai. Da ist zunächst Nemo aus der Schweiz, den Beitrag sehen die Wettanbieter inzwischen ganz vorn. Im erweiterten Favoritenkreis rangieren auch noch die Beiträge aus Kroatien, Italien, der Ukraine sowie aus den Niederlanden – für letzteren ist einer verantwortlich, der unlängst von der deutschen Charts-Spitze gegrüßt hatte.

Isaak bei den Proben zum deutschen ESC-Vorentscheid, den er dann gewann.
Isaak bei den Proben zum deutschen ESC-Vorentscheid, den er dann gewann. © IMAGO/Thomas Bartilla

Und Deutschland? Muss beim Blick auf die Wettquoten einen neuerlichen Rückschlag verkraften. Die Webseite eurovisionworld.com sammelt die Quoten diverser Anbieter und errechnet daraus ein Ranking. Dort wird auch verzeichnet, wie sich die Einschätzung entwickelt hat. Bitter: Nachdem sich Isaak direkt nach dem deutschen Vorentscheid noch ins Quoten-Mittelfeld eingeordnet hatte, sackte er nach und nach ab. In der Woche zwischen 8. und 14. April sogar auf einen neuen Tiefststand. Am 10., 12. und 13. April lag Deutschland in der Quoten-Übersicht auf Rang 34 unter 37 Nationen! Nicht mehr weit vor Dauer-Schlusslicht San Marino.

ESC 2024: Auch Experte sieht schwarz

Schwarz sieht auch Mario Hanousek. Der Österreicher bloggt unter anderem bei Instagram über den ESC und war für IPPEN.MEDIA im Jahr 2022 beim Eurovision Song Contest in Turin im Einsatz. „Ich hab Isaak letzte Woche bei einem Auftritt in Amsterdam gesehen und wow, das ist wirklich ein guter Sänger!“, zeigt er sich gegenüber unserer Redaktion zwar beeindruckt. Seine Einschätzung allerdings lässt nichts Gutes erwarten. „Doch die Stimme alleine reicht nicht, mit ‚Always on the Run‘, einer durchschnittlichen Radio-Nummer, wird Deutschlands ESC-Beitrag dieses Jahr – mal wieder – im letzten Drittel landen.“

ESC 2024: Deutschland droht beim Eurovision Song Contest neuer Flop

Kommt es zu einem neuerlichen üblen Flop für Deutschland mit Isaaks Song „Always on the Run“? Immerhin würde er sich in bester Gesellschaft befinden: Das deutsche Abschneiden seit 2019 ist legendär. Genauer gesagt legendär schlecht: Platz 25 für S!sters 2019, Platz 25 für Jendrik 2021, Platz 25 für Malik Harris 2022, Platz 26 für Lord Of The Lost 2023. Da ist es doch kein Wunder, dass sich Stefan Raab schon als ESC-Retter in Position bringt.

Nun geben die Wettquoten natürlich nicht das tatsächliche Ergebnis wieder. Es wäre auch nicht das erste Mal, dass ein Act in den Wochen vor dem ESC hier plötzlich anzieht und sich vom Geheimtipp zum Topfavoriten mausert. Oder am Ende gar gewinnt. Dass einer, der auf den hintersten Plätzen bei den Buchmachern rangiert, dermaßen durchstartet, wirkt allerdings fast unmöglich. Vorjahres-Siegerin Loreen hatte übrigens einen konkreten Tipp, wen Deutschland 2024 zum ESC schicken sollte – doch daraus wurde nichts. Verwendete Quellen: eurovisionworld.com, eurovision.de, tz.de



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